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Biotee: Chilies from Hell…

Biotee: Chilies from Hell…

oder im Planters Club wird scharf gegessen!

Biotee aus Geschichte und Geschichten

 

 

Biotee: Nach einer langen, mehrtägigen Tour durch die Teegärten des Hochlandes von Sri Lanka kehrte ich zusammen mit einigen einheimischen Freunden gegen 22 Uhr in den Planters Club in Kandy ein. Wir alle hatten großen Hunger, und so ließ sich der Koch erweichen, uns ein Chicken-Curry zu kochen. Damit wir in der Zwischenzeit nicht zu lange hungern sollten, hatte er uns so etwas wie die Sri Lankische Version eines Cevapcici-Spießes gebraten und serviert.

Wir alle langten kräftig zu und ich hatte mich schon darauf eingestellt, dass auch dieses Gericht, so wie fast alles in Sri Lanka, richtig scharf sein würde. Ich behielt Recht! Es war so scharf, dass meine einheimischen Begleiter kapitulierten und meinten, daß das „Chilies from hell“ seien, die da verarbeitet waren. Mir hat es dagegen vorzüglich geschmeckt, auch wenn es brannte wie „Höllenfeuer“.

Aus den „Geschichte und Geschichten“ von Ihrem Bio-Tee Shop!

Wenn Tee kein Vergnügen (mehr) ist…

Wenn Tee kein Vergnügen (mehr) ist…

Die Teeauktion in Kalkutta im Jahr 1990 ist in vollem Gange, der Auktionator am Pult ruft ein Lot, also eine Partie Tee nach dem anderen auf. Ich setze mich in eine der oberen Reihen der wie in einem Hörsaal angeordneten Bänke. Während vorne gerade der Auktionator Krishan Katyal von der Brokerfirma J. Thomas ein Lot nach dem anderen in einem schnellen, für mich kaum nachvollziehbaren, Singsang versteigert, servieren Saaldiener Tee und Biskuitkekse. Ca. alle 30-40 Sekunden versteigert Krishan ein Lot, das waren damals mindestens 5 Kisten Tee. Manchmal wird es hektisch, wenn sich mehrere Bieter um eine Partie streiten, dann kochen die Emotionen hoch und es kann laut werden. Ansonsten ist das ein sehr schnelles und schon seit 1886 eingeübtes Geschäft mit klaren und sehr strengen Regeln.

Jeder Käufer kann und darf sich darauf verlassen, dass der Tee, den er vorab zur Verkostung erhalten hat, auch mit dem identisch ist, den er während der Auktion kauft. Im Gegenzug muss der Käufer bei der Calcutta Tea Traders Association registriert sein und auch Bankgarantien hinterlegt haben. Innerhalb weniger Tage nach dem Zuschlag muss er seinen Kauf auch bezahlen.

Meine Angst, die ich im Vorfeld hatte, dass ich aus Versehen, z.B. durch Heben der Hand, einen Zuschlag bekommen würde, den ich gar nicht gewollt hatte, erwies sich als ziemlich gegenstandslos. Denn Auktionatoren und Käufer kennen sich sehr genau, aus vielen Jahren der Zusammenarbeit. Mir hätte Krishan, selbst wenn ich gewollt hätte, gar keinen Tee in der Auktion verkauft.

Später treffe ich Auktionator Krishan Katyal, den ich noch viele viele Male in Indien treffen sollte, im Büro meines Freundes Subhash wieder, wo er täglich zu einer kleinen Kaffe- und Mittagspause vorbeikam.

Als ich ihn fragte, warum er denn Kaffee und keinen Tee trinke, antwortete er mir mit einem Satz, der mir bis heute sehr intensiv im Gedächtnis blieb: „I never take tea for pleasure!“ (Ich  trinke Tee nie zum Vergnügen). Dafür verkostet er aber bis zu 2.000 Tassen Tee am Tag – und das an jedem Werktag!

Aus den „Geschichte und Geschichten“ von Ihrem Bio-Tee Shop!

 

Russische Flü(g)che nach Kalkutta – Biotee

Von unseren damaligen Teelieferanten wollte ich in unseren Anfangstagen wissen, wie denn der Tee wächst, gepflückt und verarbeitet wird. Darauf bekam ich teils sehr ausweichende, teils sehr wirre und dann auch wieder schlicht komplett falsche Informationen. 

Da wurde beispielsweise, wie es heute noch manchmal zu lesen ist, behauptet, dass für den Blattgrad TGFOP nur das oberste Blatt des Teetriebes gepflückt würde. Während man für einen Souchong nur das dritte Blatt nähme usw. Auch sonst war die Auskunftsfreude der (hanseatischen) Teegroßhändler und Importeure Ende der 1980er Jahre nicht gerade groß. Von manchen wurden so falsche Aussagen gemacht, dass ich bis heute daran zweifle, dass der eine oder andere damals Auskunft gebende Zeitgenosse jemals einen Teegarten aus der Nähe gesehen hatte. Diesen Beitrag weiterlesen »

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