Bio-Tee

Darjeeling streikt weiter – Treffen bringt keine Lösung

Darjeeling streikt weiter - Treffen bringt keine Lösung - basierend auf Zeitungsartikeln aus Indien vom 7.7.2017

Öffentliches Leben weiter komplett lahm gelegt. Auch Schulen bleiben geschlossen. Versorgung mit Lebensmitteln wird immer prekärer.

Von Ralph Munz, OASIS-Versand

Darjeeling: Am gestrigen Donnerstag trafen sich alle politischen Parteien zu Beratungen. Es wurde beschlossen weiter zu streiken und sich am 18. Juli erneut zu treffen.

 

Gestern, am 22. Tag des Generalstreiks in Darjeeling, trafen sich alle am Streik beteiligten politischen Parteien im Mädcheninternat St. Georges School in Pedong nahe der Stadt Kalimpong. Alle politischen Führer riefen dazu auf, den Streik in voller Härte und ohne jegliche Ausnahmen fortzusetzen.

Mann Ghising, Präsident der Ghorka National Liberation Front, erklärte schon am Mittwoch, dass das einzige Ziel des Streiks ein unabhängiger Staat „Ghorkaland“ sei.

Um dies zu erreichen, so waren sich alle Parteien einig, könne es keine Ausnahmen geben. Noch nicht einmal humanitäre Ausnahmen um die zunehmend prekärer werdende Versorgungslage mit Lebensmitteln zu verbessern. Selbst die Schulen müssten geschlossen bleiben.

Ohne weitere Ergebnisse vertagte man sich auf das nächste Treffen am 18. Juli.

Damit ist zu befürchten, dass in diesem Jahr die komplette second-flush Ernte in Darjeeling ausfallen wird. Den Teegärten sind schon bis heute Verluste in Höhe von mindestens 30 Millionen Euro entstanden.

Selbst wenn der Streik irgendwann endet, wird es längere Zeit dauern, bis die inzwischen wild ausgewachsenen Teebüsche (unser Bild)  wieder zurückgeschnitten und in einen „pflückfähigen“ Zustand gebracht werden können.  Etliche Teegärten mit festen Vorbestellungen für „second flush“-Tees, so genannten Forward-Kontrakten, haben inzwischen die Ausstiegsklausel „force majeure“ für höhere Gewalt geltend gemacht, da sie aufgrund des Streiks Ihre Lieferverpflichtungen nicht einhalten können.

Der OASIS-Versand berichtet weiter.

 

 

Generalstreik legt Darjeeling lahm

Generalstreik legt Darjeeling lahm - Regierung entsendet ArmeetruppenRegierung entsendet Armeetruppen

Von Ralph Munz, OASIS-Versand

 

Darjeeling: Wieder einmal legt in Darjeeling seit Wochen ein Generalstreik für einen unabhängigen Staat „Ghorkaland“ die Bergregion und den Teeanbau lahm. Von den Streikenden wird dieser inzwischen zunehmend über „WhatsApp“ Nachrichten koordiniert und wird damit immer effektiver in der Durchsetzung.

Der aktuelle Generalstreik begann Mitte Juni. Die Premierministerin des Bundesstaates West-Bengal zu dem Darjeeling gehört, verbot erfolglos die Streiks. Darjeeling ist ein auch für Inder, gerade im Juni und Juli sehr beliebtes Ferienziel um der Hitze zu entfliehen. Als Folge des Streiks wurden in der nur über wenige Gebirgsstraßen erschlossenen Region schnell die Vorräte knapp und es kam auch zu Ausgangssperren.

Die Streikenden hinderten die Touristen daran, die Region mit Taxis, Bussen oder dem Toytrain zu verlassen. Daraufhin entsandte Premierministerin, Mamata Banerjee, starke Polizei- und Armeetruppen nach Darjeeling um tausende von Touristen mit Bussen aus der Krisenregion zu evakuieren.

Auch die Teegärten mussten in Folge des Streiks schließen und können nicht mehr produzieren. Das ist gerade jetzt, in der Zeit der höchsten Erntemengen des Jahres, ein herber Rückschlag für die, wegen der schwierigen topografischen Lage ohnehin wenig profitablen Teegärten. Im Teegarten Tukdah versuchten die Streikenden ein Bürogebäude in Brand zu setzen. Zwei davor parkende Regierungsfahrzeuge brannten aus.

Die Times of India berichtete in Ihrer Ausgabe vom 28. Juni, dass inzwischen auch die Vorräte an Medikamenten lebensbedrohlich knapp werden. R.K. Brailey der der Sekretär der Apothekervereinigung von Darjeeling sagte: „Wir haben kaum noch lebensrettende Medikamente. Die Vorräte reichen nur noch für einige Tage“.  Das für die Region zentrale und wichtige Krankenhaus in Darjeeling –Stadt verfüge nur noch über etwa 40 Blutkonserven.

Wegen des Streiks sind auch Lebensmittel sehr knapp geworden und die Preise für Grundnahrungsmittel haben sich seit Beginn des Streiks verdoppelt. So kostet ein Kilogramm Kartoffeln inzwischen umgerechnet schon über einen Euro – ein sehr hoher Preis in einem armen Land. Nun wird versucht Lebensmittel aus dem Nachbarland Nepal und aus dem Nachbarstaat Sikkim herein zu schmuggeln. Besonders problematisch ist, dass die Bevölkerung wegen geschlossener Banken kaum noch über Bargeld verfügt mit dem sie überhaupt etwas kaufen könnte. Die Läden bleiben aus Angst vor Übergriffen geschlossen.

Der Hintergrund für die immer wiederkehrenden Streiks in Darjeeling ist, dass sich die mehrheitlich zum Volksstamm der Nepali gehörenden Ghorkas, weder vom Bundesstaat West-Bengalen noch von der Zentralregierung in Neu Delhi angemessen repräsentiert fühlen. Deshalb möchten Sie einen unabhängigen Staat „Ghorkaland“ errichten. Ein Ansinnen über das es seit Jahrzehnten Verhandlungen gibt, die aber immer mehr oder weniger ergebnislos verlaufen sind und das von der Unionsregierung abgelehnt wird.

Gemäßigte Kräfte haben für den Freitag zu einem „Friedens- und Einheitsmarsch“ in Siliguri am Fuß des Darjeeling-Distrikts aufgerufen.

 

Persönliche Anmerkungen vom Autor Ralph Munz:

Schon als ich vor fast 30 Jahren das erste Mal in Darjeeling war, eskalierte der Streit um die Unabhängigkeit immer wieder blutig. So wurden bei meinem ersten Besuch im Teegarten Seeyok , nahe der Grenze zu Nepal, in einer Nacht mehrere Ladenbesitzer im Teegarten ermordet. Damals war es wegen der Unruhen und Anschläge nur unter strengen Auflagen möglich, im Distrikt unterwegs zu sein. Ich musste mich etwa alle 10 Kilometer an einem Checkpoint an- bzw. abmelden und ich brauchte eine spezielle Genehmigung um überhaupt in Darjeeling reisen zu können.

Dazwischen war es dann einige Zeit ruhiger, da die Regierung den Ghorkas eine gewisse autonome Verwaltung des Gebietes und die Wahrung ihrer kulturellen Identität zugesichert hatte.

Dazu muss man wissen, dass die Ghorkas sich auch als „ stolze Krieger“ verstehen und das traditionelle „Kukri“, ein schweres Messer, das auch als universelles Werkzeug beispielsweise zum Holzhacken verwendet wird, ständig bei sich tragen.

Das Kukri ist aber auch eine tödliche Waffe. Und nicht von ungefähr ist ein Ghorkaregiment noch immer als Elitetruppe bei den englischen Streitkräften im Dienst. Der Stolz der Ghorkas und ihre Verbundenheit mit ihren Traditionen imponierte mir immer. Natürlich lehne ich als Pazifist jegliche Gewalt kategorisch ab.

Mehrmals habe ich als hohe Ehre der Freundschaft selbst ein Kukri als Geschenk überreicht bekommen. Eine Geste mit sehr enormer symbolischer Bedeutung. So ehren die Ghorkas traditionell einen Freund und sagen ihm damit, dass man ihm voll vertraut und ihm deshalb mit dem Kukri eine ebenbürtige Waffe übergibt.

 

 

Der Teegarten Puttabong (früher Tukvar)

Der Teegarten Puttabong (früher Tukvar)Der imposante, schneebedeckte Himalayariese Kanchenjunga, der dritthöchste Berg der Erde, thront majestätisch über Puttabong. Schon 1852 pflanzte der Arzt Dr. Campbell, er war es auch der die ersten Teesamen aus China herausgeschmuggelt und den Teeanbau in Darjeeling begründet hatte, die ersten Pflanzen.

Puttabong ist nicht nur einer der ältesten, sondern auch einer der größten Darjeelinggärten und erstreckt sich in 5 Divisionen auf einer Länge von 20km von der Stadt Darjeeling bis zur Staatsgrenze von Sikkim.  Der Name Puttabong bedeutet übersetzt übrigens in etwa: „Haus der grünen Blätter“.
Für den Bioanbau werden diverse Leguminosenarten sowie spezielle Gräser kultiviert, die den Boden verbessern, an den steilen Hängen festhalten und als wertvolle Stickstofflieferant dienen.  Daneben wurde eine großangelegte Kompostwirtschaft etabliert. Nicht ganz einfach in dieser Höhenlage und bei den vielen Steilhängen. Für die Düngung wird neben dem Kompost auch Kuhdung von den lokal gehaltenen (heiligen) Kühen genutzt. Auf freien Flächen werden zudem lokale Kräuterarten gezielt angebaut, aus denen vor Ort flüssige Pflanzenstärkungsmittel hergestellt werden.

 

Einige Zahlen zu Puttabong:
Tee-Anbaufläche:  436 Hektar
Erntemenge pro Jahr: 245 Tonnen Tee
Anzahl Arbeitskräfte:  1476

 

OASIS-Bio-Grüntee-Komposition „Bio-Detox-Tee“ heißt jetzt „Lebe leicht“

OASIS-Bio-Grüntee-Komposition Bio-Detox-Tee heißt jetzt „Lebe leicht“Mehrere deutsche Gerichte, darunter das OLG Celle, haben entschieden, dass ein Lebensmittel-Tee generell nicht Detox-Tee genannt werden  darf.  Eine Entgiftungswirkung, die mit dem Begriff „Detox“ suggeriert würde, sei nicht durch die so genannte „Health Claims Verordnung“ der EU für Wirkungsversprechen bei Lebensmitteln gedeckt.

Damit darf der Begriff „Detox“ für Lebensmitteltees nach Auffassung des Oberlandesgerichts generell nicht mehr verwendet werden.

Wir halten uns ohne wenn und aber an die Rechtslage, beugen uns dem Richterspruch und nennen unseren beliebten Bio-Tee, dessen Zutaten und Bestellnummer (ArtNr.6378) im Übrigen unverändert bleiben, ab sofort „Lebe leicht“.

 

 

Warum mancher Darjeeling jetzt nicht mehr Darjeeling heißen darf

warum mancher Darjeeling jetzt nicht mehr Darjeeling heißen darfVielleicht haben Sie schon bemerkt, dass wir bei einigen unserer Tees die Namen geändert haben. So wurde z.B. aus dem Darjeeling Earl Grey nun der Tiger Hill Earl Grey. Dabei hat sich an der Zusammensetzung und Qualität des Tees rein gar nichts geändert. Aber an der Rechtslage. Tiger Hill ist übrigens ein berühmter Aussichtspunkt in Darjeeling.

Das Tea Board of India („Behörde für Tee“) hat Darjeeling als geschützte geografische Herkunftsangabe bei der EU registrieren lassen – die Regelung trat Ende November in Kraft.

So richtig wir es finden, dass nicht irgendwelche Tees oder Mischungen als Darjeeling verkauft werden dürfen, so schlecht und unsinnig finden wir manche Regelung innerhalb dieser neuen Herkunftsangabe. So hat man darin schlicht grüne oder weiße Darjeelings ausgeklammert. Auch ein Darjeeling Rosentee darf wohl in Zukunft nicht mehr so heißen und eben auch nicht unser Darjeeling Earl Grey.

Ralph Munz im Gespräch mit banerjeeIch habe schon vor acht! Jahren im direkten Gespräch mit dem damaligen Chef des Teaboards, B. Banerjee diese Problematik diskutiert. Es müsse doch möglich sein dass wir einen Tee, der wie unser Darjeeling Earl Grey, beim Teeanteil zu 100% aus Darjeeling besteht, auch Darjeeling nennen dürfen. Auch sei es unsinnig, dass man nun keinen grünen Darjeeling mehr als Darjeeling verkaufen dürfe. Leider hat sich das Tea Board bis heute nicht bewegt.

So kommt es zu der völlig inakzeptablen Regelung dass viele Dinge, die echter Darjeeling sind, oder echten Darjeeling enthalten, nicht mehr so genannt werden dürfen.

 

 

Vielleicht haben Sie ja Lust, Ihre Meinung zu diesem bürokratischen Unsinn direkt an den indischen Botschafter, Gurjit Singh in Berlin zu senden. Eine Mustermail mit Mailadresse finden Sie unten. Natürlich können Sie ihm auch auf deutsch schreiben. Wir würden uns freuen wenn gerade auch TeetrinkerInnen Stellung beziehen würden.

 


 

Mail an: amboffice.berlin@mea.gov.in
Betreff: Darjeeling specialties

 

Dear Mr. Ambassador,

my organic tea supplier, OASIS-Versand, Empfingen has informed me that some Darjeeling specialties cannot any longer being called Darjeeling.
I am pleased to note that the Tea Board of India has taken action to register Darjeeling as PGI with the European Union to ensure good high and authentic Darjeeling quality tea.
But I like to bring to your notice that I cannot understand nor support the idea that teas which are produced as green or white teas in Darjeeling or those blended i.e. with rose petals in Darjeeling itself, cannot be marketed as Darjeelings anymore. Why should I buy expensive Darjeeling tea and blends if I do not know that it is Darjeeling…
Kindly report to the Indian government as well as to the Tea Board of India that this present regulation is confusing us consumers and that it is jeopardizing the sale of Darjeeling tea specialties.

Yours sincerely
Bitte hier Ihren Namen einsetzen

 


 

 

 

 

Weißes Bio-Punsch-Gewürz

bio-punsch-weisser-gluehwein

Vor 60 Jahren, im Jahre 1956, wurde der erste Glühwein in Flaschen abgefüllt und verkauft. Den „gewürzten Wein“ gibt es bereits seit der Antike und auch im Mittelalter wurden Würzweine getrunken. Die zahlreichen, fertigen Glühweine, die nur noch erhitzt werden müssen, sind häufig mit viel Zucker versetzt. Daher ist es immer noch die beste Variante, sich seinen eigenen Glühwein zu machen. Unser Verkaufshit seit über zehn Jahren, die Bio-Früchte-Gewürzmischung „Winterpunsch Klassik,“ hat daher in diesem Jahr Verstärkung bekommen. Die Bio-Früchte-Gewürzmischung „Weißer Punsch“ ist für alkoholfreien Punsch, aber auch für weißen Glühwein ideal.

Und so können Sie sich Ihren weißen Glühwein zubereiten: Füllen Sie die Punsch-Gewürz-Mischung (Nr. 96425) in einen Teefilter (Nr. 8000). Erhitzen Sie einen nicht zu trockenen Weißwein (z.B. Nr. 96761 Landpartie Weißwein) auf maximal 80°C. Achtung, nicht mehr, da der Alkohol sonst verdampft. Geben Sie den Filterbeutel zum Weißwein und lassen sie diesen etwa 10 Minuten bei konstanter Temperatur ziehen. Zum Verfeinern können Sie einen Schuss Orangen- oder Birnensaft dazugeben. Auf diese Weise wird natürlich auch der rote Glühwein mit unserer Gewürzmischung Nr. 96411 und Rotwein hergestellt. Auf Wunsch können Sie den Glühwein z.B. mit Honig süßen.

Wir wünschen Ihnen eine genussvolle Winter- und Weihnachtszeit.

Teebörse beendet Teeversteigerung

Teebörse beendet Teeversteigerung„Last auction hero“

155 jährige Ära endet – indische Teeauktion in Kalkutta seit Dienstag digital

Der Hammer des Auktionators schlug am Dienstag den 14. Juni nach 155 Jahren das letzte Mal auf den Tisch in Kalkutta. Das letzte sonore Aufrufen des zu versteigernden Lots durch den Broker war zu vernehmen. Das letzte Mal, lieferten sich die Bieter im Saal im Auktionshaus im Nilhat House, wilde Wortgefechte, aber auch Witzeleien und Bieterschlachten – wie immer seit 155 Jahren. Zum letzten Mal seit die Börse als zweite Teebörse der Welt am 27. Dezember 1861 eröffnet wurde.

Nun ist auf einmal alles anders. Seit dem letzten Dienstag werden in ganz Indien alle Teeauktionen volldigital abgewickelt. Laptop statt „Parketthandel“. Immerhin ca. 500 Millionen kg Tee werden jedes Jahr indienweit über Auktionen versteigert.

Auch ich werde diese ganz besondere Atmosphäre sehr vermissen. Ich war viele Male vor Ort in den beiden Auktionssälen in Kalkutta, in denen orthodoxe und CTC-Qualitäten getrennt versteigert wurden. Auktionator Krishan Katyal, den ich seit 1988 kenne, er ist der indische Chef der weltgrößten und ältesten Teebrokerfirma J.Thomas, formulierte mit Wehmut: „Es ist, als ob man ein Live-Orchester auflöst, das physische Präsenz und ein Publikum benötigt, und es durch eine CD ersetzt.“

Wie Krishan, der jeden Tag tausende von Tassen Tee probiert privat über Tee denkt, lesen Sie in einem früheren Blogartikel von mir hier.. Wer weiß, was aus dem schönen Ritual wird, dass Saaldiener herumliefen und Tee und Kekse servierten. Der Tee war übrigens immer recht gut – die Kekse meist auch. Die Auktion war mehr als ein Marktplatz, sie war auch der zentrale Platz um alle zu treffen, die in Kalkutta mit Tee zu tun haben.

Üblicherweise wurden bei den traditionellen Teeauktionen etwa 2,2 Partien (ca. 125-200kg)  in der Minute versteigert. In Zukunft soll alle 12 Sekunden ein Lot den Besitzer wechseln.

 

 

Anbau und Ernte unseres Bio-Rooibos

Anbau und Ernte unseres Bio-Rooibos

Anbau Bio-Rooibos

 

Leider war und ist das Wetter dieses und das vergangene Jahr alles andere als optimal für den Bio-Rooibos gewesen. Das ganze südliche Afrika leidet unter einer extremen Dürre – seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war es in der Cedarbergregion 3 Autostunden nördlich von Kapstadt (nur hier wächst und gedeiht Rooibos) noch nie so trocken wie zur Zeit. Fast ein Jahr lang hat es praktisch gar nicht geregnet. Obwohl es weiter südlich am Kap am Donnerstag letzter Woche ergiebig regnete, ist in der Rooibosregion weiterhin kein nennenswerter Regen in Sicht.

 

 

Dr. Frans van der WesthuizenFrans schätzt, dass es, selbst wenn es jetzt ergiebig regnet, mindestens weitere drei Jahre dauern wird, bis alle Folgen der Dürre wieder ausgeglichen werden. Die Dürre hat sich massiv in den Erntemengen niedergeschlagen, die nur bei ca. 30% des sonst Üblichen lagen. Rooibos ist deshalb gerade sehr knapp und teuer.

Seit kurzem arbeitet auch Tochter Leoni auf der Farm mit. Sie gab ihren lukrativen Job in Kapstadt auf, weil sie sich im wilden „Veld“ und im „Finbos“ (Dornengestrüpp), wie man in Südafrika die landwirtschaftlichen und den „Busch“ nennt, viel wohler fühlt. Mit Leoni, sowie Frans‘ Frau Gerda konnte ich lange Diskussionen führen, wohin sich ihrer Meinung nach Südafrikas Landwirtschaft und Politik entwickelt.

Eine große Sorge, die inzwischen viele weiße Farmer umtreibt, ist ein neues Gesetz, das es der (schwarzen) Regierung erlaubt, Farmer ohne jegliche Entschädigung zu enteignen sowie das Land und die Betriebe schwarzen und farbigen Farmern zu übertragen. Leider werden, wie es scheint, von der nun schwarzen Regierung die gleichen Fehler, nur mit umgekehrten Vorzeichen, gemacht wie sie die Weißen machten, als sie unter der Apartheid die schwarze Bevölkerung unterdrückten.

Ich finde das sehr bedenklich, denn Südafrika hat ein riesiges Potenzial. Es könnte wirklich allen Bewohnern ein gutes und sorgenfreies Leben in einem großartigen Land bieten. Es müssten sich nur endlich alle ihrer Verantwortung stellen und bereit sein, gemeinsam die Zukunft ohne ideologische Scheuklappen zu gestalten.

 

 

Schwarze und weiße Arbeiterinnen am Band

 

Frans und seine Familie blicken dennoch optimistisch in die Zukunft und hoffen, dass seine vielen langjährigen Verdienste in der Beratung und Entwicklung von Projekten mit und für schwarze Farmer und Kleinbauern gewürdigt werden. Übrigens arbeiten Leoni und Gerda ganz selbstverständlich Seite an Seite mit den farbigen Mitarbeitern an den gleichen Maschinen. Und das alles, wie ich mich überzeugen konnte, in einem tollen, fröhlichen Betriebsklima.

 

 

 

Schauen Sie auch das neue Video in unseren YouTube-Channel an! Dr. Frans van der Westhuizen erklärt die Rooibos-Ernte.

 

 

Biotee: Schwere Dürre in Darjeeling und Assam

Biotee: Schwere Dürre führt zu drastichem Rückgang der Tee-Erntemengen in Darjeeling und Assam

Empfingen/Kalkutta: Seit Oktober letzten Jahres hat es in den wichtigen Biotee-Anbaugebieten Darjeeling und Assam praktisch nicht mehr geregnet. Trockene Winter sind hier zwar normal, aber das Ausmaß der diesjährigen Trockenheit ist besorgniserregend.

A.N. Singh, der Chef der Indischen Tee-Vereinigung sagte gestern: „Darjeeling und Nordbengalen sind schwerstens betroffen, da diese Gebiete seit Oktober keinen Regentropfen gesehen haben. In Assam hat es zwar etwas geregnet, aber Teile von Ober-Assam (upper Assam) und dem unteren Assamgebiet (lower Assam) sind völlig ausgetrocknet. Wenn dieser Trend sich fortsetzt wird es schwere Ernteausfälle in diesen Gebieten geben.

Wir hoffen, dass es wenigstens jetzt im April regnet, wenn die größten Mengen des wichtigen First-Flushs in Darjeeling normalerweise geerntet werden. Die Teetriebe sind im Moment sehr klein und verletzlich. Wenn es jetzt keinen Regen oder wenigstens hohe Luftfeuchtigkeit gibt, dann verwelken die frischen Trieben schon am Busch.“

Schon 2011 gab es eine ähnliche Situation und etliche Teefirmen haben darüber nachgedacht, die Teefelder zu bewässern. Aber so riesige Felder, wie sie in Teegärten üblich sind zu bewässern, würde extreme Kosten verursachen, von den Umweltfolgen, je nach Standort einmal ganz abgesehen.

Besonders gravierend ist die Lage in Darjeeling, wo derzeit so wenig Tee produziert wird, dass die Auktionen, die normalerweise zwei Mal wöchentlich stattfinden, auf einmal wöchentlich reduziert wurden.

Die First- und Second-Flush Perioden sind für die Teegärten in Darjeeling extrem wichtig, da nur in diesen Zeiten so hohe Preise erzielt werden können, dass die Teegärten überlebensfähig bleiben.

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BIOTEE – unsere Frühlings-Editionen

BIOTEE – unsere Frühlings-Editionen

Jede Jahreszeit braucht besonderen Biotee. Und genau dafür haben wir unsere Saisontees. Jetzt zum Frühling bieten wir Ihnen frische, spritzige Biotee-Spezialitäten an. Genau richtig zu den positiven Gefühlen und Gedanken die uns in den Frühling aufbrechen lassen. Neben einigen bewährten und begehrten Klassikern finden Sie auch ganz neu komponierte Spezialitäten. Begrüßen und zelebrieren Sie diese wundervolle Zeit des Jahres, wenn es uns um die Mittagszeit nach draußen auf die Terrasse zieht und wenn wir es uns am Abend noch am Ofen recht gemütlich machen.

Unsere Highlights für Sie:

 

 

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