Aktuelles

OASIS-Bio-Grüntee-Komposition „Bio-Detox-Tee“ heißt jetzt „Lebe leicht“

OASIS-Bio-Grüntee-Komposition Bio-Detox-Tee heißt jetzt „Lebe leicht“Mehrere deutsche Gerichte, darunter das OLG Celle, haben entschieden, dass ein Lebensmittel-Tee generell nicht Detox-Tee genannt werden  darf.  Eine Entgiftungswirkung, die mit dem Begriff „Detox“ suggeriert würde, sei nicht durch die so genannte „Health Claims Verordnung“ der EU für Wirkungsversprechen bei Lebensmitteln gedeckt.

Damit darf der Begriff „Detox“ für Lebensmitteltees nach Auffassung des Oberlandesgerichts generell nicht mehr verwendet werden.

Wir halten uns ohne wenn und aber an die Rechtslage, beugen uns dem Richterspruch und nennen unseren beliebten Bio-Tee, dessen Zutaten und Bestellnummer (ArtNr.6378) im Übrigen unverändert bleiben, ab sofort „Lebe leicht“.

 

 

Zum 3. Mal bestes Bio-Weingut

Bio-Weingut aus der Pfalz an der Spitze

Wir gratulieren Gerhard Schwarztrauber

Wir gratulieren Gerhard Schwarztrauber
zum besten nationalen Bio-Weinerzeuger

Das Bio-Weingut Schwarztrauber wurde am 16. Februar auf der BioFach in Nürnberg, nach 2015, und 2016 zum dritten Mal in Folge als bester Bio-Weinerzeuger Deutschlands für 2017 ausgezeichnet. Ein Triple-Triumph wie ihn noch kein anderes Bio-Weingut in Deutschland geschafft hat.

Natürlich habe ich unseren langjährigen, lieben Freunden Gerhard und Petra Schwarztrauber sofort nachdem die Ergebnisse vor einer Woche bekannt wurden, ganz herzlich zu Ihrem überragenden Erfolg gratuliert. Diese Konstanz auf höchstem Niveau zeigt ganz deutlich, wie viel Können, Leidenschaft und über 30 Jahre Bioland-Weinbau bei den Schwarztraubers zu absoluten Spitzenweinen führen.

Schon seit weit über 10 Jahren sind der OASIS-Versand und die Schwarztraubers Partner und Freunde und wir treffen uns regelmäßig. Als ich Gerhards Weine vor ca. 13 Jahren das erste Mal probiert habe, war ich gleich von der Vielfalt und dem handwerklichen Können begeistert und überzeugt. Doch Gerhard schafft das völlig Unmögliche. Er setzt jedes Jahr noch einen Tick Klasse drauf und macht noch großartigere Weine. Mehr Infos im Interview von 2016!

Weit über 500 Spitzen-Bioweine haben die Fachleute des renommierten internationalen Bioweinpreises Mundus BioFACH auch dieses Jahr wieder verkostet und bewertet. Allein dieses Jahr gab es 5 mal Gold und 4 mal Silber für Schwarztrauber Weine.

Bestellen Sie die Siegerweine für kurze Zeit bei uns. Zum shop.

Warum mancher Darjeeling jetzt nicht mehr Darjeeling heißen darf

warum mancher Darjeeling jetzt nicht mehr Darjeeling heißen darfVielleicht haben Sie schon bemerkt, dass wir bei einigen unserer Tees die Namen geändert haben. So wurde z.B. aus dem Darjeeling Earl Grey nun der Tiger Hill Earl Grey. Dabei hat sich an der Zusammensetzung und Qualität des Tees rein gar nichts geändert. Aber an der Rechtslage. Tiger Hill ist übrigens ein berühmter Aussichtspunkt in Darjeeling.

Das Tea Board of India („Behörde für Tee“) hat Darjeeling als geschützte geografische Herkunftsangabe bei der EU registrieren lassen – die Regelung trat Ende November in Kraft.

So richtig wir es finden, dass nicht irgendwelche Tees oder Mischungen als Darjeeling verkauft werden dürfen, so schlecht und unsinnig finden wir manche Regelung innerhalb dieser neuen Herkunftsangabe. So hat man darin schlicht grüne oder weiße Darjeelings ausgeklammert. Auch ein Darjeeling Rosentee darf wohl in Zukunft nicht mehr so heißen und eben auch nicht unser Darjeeling Earl Grey.

Ralph Munz im Gespräch mit banerjeeIch habe schon vor acht! Jahren im direkten Gespräch mit dem damaligen Chef des Teaboards, B. Banerjee diese Problematik diskutiert. Es müsse doch möglich sein dass wir einen Tee, der wie unser Darjeeling Earl Grey, beim Teeanteil zu 100% aus Darjeeling besteht, auch Darjeeling nennen dürfen. Auch sei es unsinnig, dass man nun keinen grünen Darjeeling mehr als Darjeeling verkaufen dürfe. Leider hat sich das Tea Board bis heute nicht bewegt.

So kommt es zu der völlig inakzeptablen Regelung dass viele Dinge, die echter Darjeeling sind, oder echten Darjeeling enthalten, nicht mehr so genannt werden dürfen.

 

 

Vielleicht haben Sie ja Lust, Ihre Meinung zu diesem bürokratischen Unsinn direkt an den indischen Botschafter, Gurjit Singh in Berlin zu senden. Eine Mustermail mit Mailadresse finden Sie unten. Natürlich können Sie ihm auch auf deutsch schreiben. Wir würden uns freuen wenn gerade auch TeetrinkerInnen Stellung beziehen würden.

 


 

Mail an: amboffice.berlin@mea.gov.in
Betreff: Darjeeling specialties

 

Dear Mr. Ambassador,

my organic tea supplier, OASIS-Versand, Empfingen has informed me that some Darjeeling specialties cannot any longer being called Darjeeling.
I am pleased to note that the Tea Board of India has taken action to register Darjeeling as PGI with the European Union to ensure good high and authentic Darjeeling quality tea.
But I like to bring to your notice that I cannot understand nor support the idea that teas which are produced as green or white teas in Darjeeling or those blended i.e. with rose petals in Darjeeling itself, cannot be marketed as Darjeelings anymore. Why should I buy expensive Darjeeling tea and blends if I do not know that it is Darjeeling…
Kindly report to the Indian government as well as to the Tea Board of India that this present regulation is confusing us consumers and that it is jeopardizing the sale of Darjeeling tea specialties.

Yours sincerely
Bitte hier Ihren Namen einsetzen

 


 

 

 

 

Informationen zum Welttag zur Bekämpfung der Wüstenbildung und Dürre

Welttag zur Bekämpfung der Wüstenbildung und DürreDurch Desertifikation (Wüstenbildung) sind mehr als 250 Millionen Menschen betroffen, sie kostet jährlich ungefähr 42 Milliarden Dollar und bedroht die Lebensgrundlage von rund 1 Milliarde Menschen. Seit 1995 findet daher am 17. Juni der Welttag zur Bekämpfung der Wüstenbildung und Dürre statt.

Die kontrolliert-biologische Landwirtschaft leistet auch hier einen wichtigen Beitrag um Wüstenbildungen und Bodenerosionen zu verhindern. So ist z.B. Bodenbegrünung und Gründüngung im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft, wo oft alle Gräser und Beikräuter mit Glyphosat weggespritzt werden, in der Bio-Landwirtschaft meist sogar vorgeschrieben. Das verhindert Austrocknung und das Abwehen von Humus und sorgt für ein fruchtbares Bodenleben.

 

 

 

Mit dem Fahrstuhl ins Jahrhundertloch –
Gotthard-Basistunnel

Mit dem Fahrstuhl ins Jahrhundertloch

Mit  Ralph Munz auf Baustellebesuch im längsten Eisenbahntunnel der Welt.
(geschrieben 2009 von Ralph Munz für eine Zeitung)

*****

Sedrun, Kanton Graubünden, Schweiz, Sonntag 7.45 Uhr, Staziun Alpina. Auf dem kleinen Bahnsteig steht die stählerne Grubenbahn bereit. Einige Mineure warten noch etwas verschlafen auf ihren Schichtbeginn, rauchen eine Zigarette, stecken sich den Ohrenschutz in die Ohren. Die Overalls mit den Leuchtstreifen, die auch wir tragen, leuchten in der etwas schummrigen Atmosphäre. An die Gefahren, die hier überall lauern, erinnert eindringlich der Krankenwagen, der jederzeit abfahrbereit direkt auf dem Bahnsteig bereit steht.

Wir, das sind Frank Mack, Ralph Munz mit Ehefrau Christine Herbert, sowie unser Führer Michael Müller, steigen ein. Die Diesellokomotive rattert schon und noch einmal schärft uns Michael Müller, Baustellenleiter der Thyssen-Schachtbau, die wichtigsten Sicherheitsvorschriften ein: „Alles was sich bewegt, jedes Fahrzeug, jede Bahn hat Vorrang. Immer eine sichere Nische suchen“. Immer direkt bei uns tragen müssen wir im Rucksack den Sauerstoffselbstretter, der uns im hoffentlich nicht eintretenden Notfall, für einige Zeit mit Atemluft versorgen könnte.

Die Grubenbahn setzt sich lautstark quietschend in Bewegung und ist auch gleich am Talgrund im 1000m langen Zugangsstollen verschwunden. Dunkelheit umfängt uns. Am Ende der Fahrt heißt es aussteigen, sich sputen. Die Sicherheitscodekarte die jeder, der in den Berg will, immer mitführen muss öffnet die Sperre, hinter die normalerweise keine Besucher gelangen können. Der Förderkorb wartet schon. Alles muss schnell gehen. Personentransporte werden nur alle zwei Stunden in den engen Zeitplan eingeschoben. Wir stehen im Förderkorb auf Eisenbahnschienen, halten uns an Ketten an den Wänden fest, wissen nicht so genau, was auf uns zukommt, wenn sich jetzt die Türen schließen. Es gibt außer vereinzelten Grubenlampen der Mineure kein Licht im Korb, der sich jetzt zu seiner rasenden Fahrt 800 m hinunter in des größte Loch der Schweiz in Gang setzt. Eine Fahrt fast wie zum Mittelpunkt der Erde.

Ein Mineur richtet seine Lampe auf die roh mit Beton gespritzten Schachtwände, die an uns vorbeirasen. In knapp hundert Sekunden erreichen wir das Tunnelniveau des neuen Gotthard-Basistunnels. Jetzt schnell raus aus dem Förderkorb, der Aufenthalt unten am Schachfuß ist gefährlich, es könnten lose Brocken herunterdonnern.

Feuchte Wärme umfängt uns, dazu ein Gewirr von Schienen, Leitungen, Rohren, mit Spritzbeton gesicherte Tunnelwände und viel Lärm. Überall mahnen verdreckte Schilder „Stop risk“ daran, dass wir uns hier auf einer der gefährlichsten, aber auch spannendsten Baustellen der Welt befinden. Seit Beginn der Arbeiten im Jahr 1996 ließen schon einige Menschen ihr Leben im Berg. Meist durch „normale Unfälle“ mit Fahrzeugen usw. Nur einer starb durch Steinschlag.

In diesem feuchten ungemütlichen Loch sprengen die Mineure den längsten Eisenbahntunnel der Welt. 57 km, zwei Röhren, 13 Millionen Kubikmeter Gestein, soviel wie fünf Cheops-Pyramiden. Alle 325 m gibt es Querstollen aus Sicherheitsgründen. Das sind die nackten Zahlen die den Gotthard-Basistunnel beschreiben. Wenn voraussichtlich 2017 die ersten Hochgeschwindigkeitszüge mit 250 km/h durch die glatten Betonröhren des Gotthardtunnels rasen, wird kaum noch etwas an die Strapazen, an die technischen und logistischen und finanziellen Herausforderungen erinnern, denen sich sowohl die Schweizer Bevölkerung als auch die Geologen, Vermesser, Ingenieure, Mineure und viele weitere gestellt haben.

Per Volksentscheid haben die Schweizer entschieden, die Mehrwertsteuer um 0,1% für den Bau der NEAT, der Neuen-Eisenbahn-Alpen-Transversale zu erhöhen. Neben den Einnahmen aus der Schwerverkehrsabgabe ist sie es, die die heute geschätzten 15 Milliarden Franken Baukosten (Anmerkung vom 01.06.2016: es reichten dann doch 11 Milliarden CHF) für den Gotthardtunnel finanziert. Viele weitere Tunnel- und Brückenprojekte müssen daneben noch gebaut werden oder sind teils schon fertig um die Vision der Schweizer Wirklichkeit werden zu lassen: Der Schwerlastverkehr muss auf die Schiene.

Im Tunnel nimmt uns die etwas unheimliche Welt gefangen. Wir fragen uns, wie fühlt sich das für jeden von uns an, zu wissen, dass sich über uns 1800 m hoch der Fels türmt? Was wäre, wenn es jetzt plötzlich z.B. einen Wassereinbruch gäbe, was wenn ein Feuer ausbräche?

Diese Gedanken verdrängen wir schnell, denn die Eindrücke dieses Superlochs sind viel gewaltiger. Neben der Sicherheit wird auch Umweltschutz groß geschrieben. Unten, in den Nähe der Förderschächte gibt es eine riesige Kläranlage, in der das massenweise anfallende Bergwasser gereinigt wird, um es dann mit starken Pumpen 800 m nach oben ans Tageslicht zu befördern. Ein Teil dient für die Versorgung der gewaltigen Betonfabrik hier unten im Berg. Durchschnittlich 500 Kubikmeter Beton werden hier in der Unterwelt täglich für die Versorgung der Baustelle hergestellt. Ein eigenes Betonlabor direkt im Tunnel überwacht die Güte rund um die Uhr. Speziell für diese Baustelle wurde sogar ein feuerbeständiger Beton entwickelt.

Nach einer Besichtigung der gigantischen Kühlanlagen, mit denen die teilweise über 40 Grad Celsius heiße Luft (die Erdwärme wird hier buchstäblich am eigenen Leib spürbar) auf einigermaßen erträgliche 27 Grad herunter gekühlt wird um ein Arbeiten überhaupt zu ermöglichen, fangen wir in der feuchtwarmen Atmosphäre schon an zu schwitzen.

Angesichts der riesigen Maschinen, Anlagen, Bahnen und Werkstätten hier unten in der Welt, die nie einen Strahl Tageslicht sieht, staunen wir, wie es gelingen konnte, diese gewaltigen Mengen an Material durch die engen Förderschächte herunterzubekommen. Diese Logistik ist übrigens eine der schwierigsten Aufgaben die es jeden Tag auf‘s Neue zu lösen gilt. Was zählt ist Sicherheit und die Anzahl der neu aufgefahrenen Tunnelmeter. Meter bringen Geld, so heißt es hier.

Die Dimensionen der sogenannten Multifunktionsstelle im Umkreis des Schachtfußes sind gewaltig. Ursprünglich sollte hier einmal ein Bahnhof in der Unterwelt der Alpen entstehen, der den abgelegenen Kantone Graubünden und Uri besser mit dem Rest der Welt verbinden sollte. Vor allem im Winter ist Sedrun nur mit großen Umwegen erreichbar. Später entschied man dann jedoch, dass es zumindest vorläufig nur eine Nothaltestelle werden wird.

Die Grubenbahn wartet schon. Wir müssen uns sputen, denn alles läuft in Schweizer Präzision genau nach Fahrplan. Wer zu spät kommt muss warten. Ruckelnd, quietschend setzt sich die Bahn in Bewegung. Durch die vergitterten Fenster weht der Fahrtwind, die Neonlampen zucken vorbei, die Lüftungsaggregate dröhnen. Auf halber Strecke passieren wir eine so genannte Wetterschleuse, in der die Luft, die das Atmen hier unten überhaupt ermöglicht, in die richtige Richtung, in den richtigen Stollenabschnitt geblasen wird. Dazwischen wird es plötzlich sehr warm. Müller lacht und sagt: „Wir sorgen dafür, dass hauptsächlich in den Bereichen in denen aktuell gearbeitet wird, das Wetter, (Anm.: so nennen die Bergleute die Belüftung), stimmt.“ Auf die Frage, welches denn die höchsten Temperaturen seien, denen die Arbeiter hier unten ausgesetzt seien, antwortet er schmunzelnd:“Unsere Thermometer hören alle bei 27°C auf – mehr erlaubt die SUVA (die schweizerische Berufsgenossenschaft) nicht.

Die Bahn hält, wir steigen aus. Der allgegenwärtige, mit Stahlfasern armierte Spritzbeton an den Wänden weist an vielen Stellen Risse auf. Hier tobt sich der Berg noch aus, nachdem man ihn ausgebrochen hat. Überhaupt zählt der Abschnitt Sedrun des Tunnels zu den kompliziertesten. Schwierigste geologische Bedingungen erschweren die Arbeit und lassen den Einsatz von Tunnelbohrmaschinen nicht zu.  Das Gebirge ist verworfen, hat Risse, Verschiebungen von 70cm und mehr.  Der an viele Stellen vorkommende Glimmerschiefer ist blättrig und neigt zum Abbrechen. Alle paar Tunnelmeter können sich die geologischen Verhältnisse wieder ändern. Es müssen alle 2 – 3 Meter schwere, stählerne Sicherungsbogen eingebaut werden. Diese sind so konstruiert, dass sie sich verformen können um die immensen Kräfte, die der Berg erzeugt, abbauen zu können. Nach einiger Zeit hat sich dann das Kräftegleichgewicht wieder eingestellt und die Gewölbewirkung kann, ähnlich den gotischen Kathedralen, den Bergdruck aufnehmen.

Die Schienen der Grubenbahn enden hier, genauso wie der Sohlenbeton. Dafür stehen wir jetzt teilweise bis zum Rand unserer schweren Sicherheitsgummistiefel im Schlamm. Müller macht uns darauf aufmerksam, dass in rund 350 m Abstand die Maschinen zurückgezogen werden. Eine Sirene heult auf, Detonationen erschüttern dumpf grollend den Berg und gleich weht uns eine Druckwelle um die Ohren. Die Lutte, das ist der Luftschlauch für die Versorgung mit Frischluft wird durchgeschüttelt. Gleich danach breitet sich beißender Ammoniakgeruch aus. Die Lüftung läuft auf Hochtouren um die giftigen Sprengschwaden abzusaugen. Die Sprengung war erfolgreich, die Luft ist von Gesteinsstaub geschwängert.

Wir durften, was nur ganz selten Außenstehenden vergönnt ist, gerade eine Sprengung „live“ miterleben. Und wir dürfen, eskortiert vom Schichtführer, der vorausgeht und von Müller, der von hinten sichert, an die so genannte Ortsbrust und dort nach dem erfolgten Abschlag, als erste das jungfräuliche Gestein, das noch niemals zuvor ein Mensch in Jahrmillionen gesehen hat, anschauen. Noch immer hängt der Ammoniakgeruch des Sprengstoffes beißend in der Luft, aber dieses Gefühl hier in der Unterwelt etwas zu sehen, was noch nie zuvor jemand gesehen hat, ist überwältigend.  Einige Erinnerungsfotos müssen sein, aber wir müssen uns sputen, denn schon laufen die riesigen Radlader an um zu schuttern, also das soeben herausgesprengte Gestein herauszubaggern. Mit Vollgas rammt sich die Schaufel des Laders in die Felsbrocken, Schaufel zurückneigen und mit Vollgas wieder rückwärts. Der Lärm ist, trotz der Ohrenstöpsel ohrenbetäubend. Einige Meter zurück stoppt der Radlader und kippt dank seiner speziellen Konstruktion seine ganze Ladung wegen der engen Platzverhältnisse seitlich in den bereits auf Hochtouren rotierenden Gesteinsbrecher. Seine Walzen zermalmen unter lautem Quietschen, Krachen und Donnern die Brocken in handtellergroße Teile, die dann gleich mit dem kilometerlangen Förderband abtransportiert werden.

Einige Meter von der Sprengstelle entfernt donnern mehrere Pressluftbohrer eines sogenannten Bohrjumbos. Innerhalb von ein, zwei Minuten fressen sie sich mehrer Meter in den Tunnelfirst. Rohrähnliche Anker werden von den Mineuren eingeschoben. Ein Schlauch wird angeschlossen und Wasser mit Hochdruck eingepresst. Die Swellex-Anker biegen sich unter dem Druck auf und pressen sich fest an das Bohrloch. Jetzt werden Ketten eingehängt und an diese wiederum Stahlschienen an denen später die ganze technische Ausrüstung wie Luftversorgung, Abwasser der Pumpen, Pressluft usw. hängen. 2,5 Tonnen muss jeder Anker halten, auf 7,5 Tonnen Zugkraft wird jeder geprüft. Auch hier wird wieder deutlich, welch gewaltiger Aufwand erforderlich ist. Später, wenn die Tunnelröhre mit Spezialfolien abgedichtet und mit Beton ausbetoniert wird, müssen die gesamten Installationen zuvor wieder herausgebaut werden.

Als wir gerade beobachten, wie die Anker verpresst werden, nähert sich ein Mineur mit einer Tasche und schenkt uns knusprige Blätterteiggipfel (Hörnchen) von seinem Vesper. Wir bedanken uns mit einem „Glück auf“ und merken, wie groß und wichtig, ja überlebenswichtig hier die Kameradschaft unter den Mineuren ist. Jeder ist für jeden verantwortlich, jeder sichert das Überleben des anderen in dieser lebensfeindlichen Unterwelt.

Es ist Zeit für die Rückfahrt mit der Grubenbahn. Mit verdreckten Stiefeln, durchgeschwitzten Overalls, aber um absolut einmalige Eindrücke reicher, treten wir die Rückfahrt an.

Am Schachtfuß besichtigen wir, welchen Weg das herausgesprengte Gestein nimmt. Güterzüge mit prall gefüllten Loren fahren an die Förderanlage heran. Die einzelnen Wagen werden vollautomatisch in den Förderkorb geschoben und dort gesichert. Der Korb fährt einige Meter hoch, die zweite Etage wird mit weiteren zwei Waggons beschickt und fährt sofort los ganz nach oben. Alles geht vollautomatisch, rund um die Uhr. Nur in der Nacht von Sonntag auf Montag ruht der Betrieb meist für zwei, drei  Stunden. Die Zeit für die Geodäten und Markscheider, also die Vermessungsingenieure, die dann ihre Präzisionsmessungen vornehmen können, die unter laufendem Betrieb so nicht möglich wären.

Auch wieder so ein Gegensatz der fasziniert. Auf der einen Seite geht es mit Sprengungen und schweren Maschinen sehr grob zu, andererseits müssen die Vermesser eine schier unglaubliche Präzision an den Tag legen, damit sich die Mineure in Sedrun mit ihren Kollegen, die von der anderen Seite her den Berg durchörtern, auch an der vorgesehenen Stelle treffen, präzise den Durschlag schaffen und sich die Hände schütteln können. Teilweise mussten hierfür ganz neue Messverfahren entwickelt werden. Die bisherigen Durchschläge an den anderen Teilabschnitten des Tunnels erfolgten mit einem Versatz von teilweise weniger als ein Zentimeter. Schier unglaublich wie das möglich ist.

Am Schachtfuß müssen wir noch kurz warten bevor wir wieder 800m nach oben rauschen werden. „Stop risk“ erinnert uns ein weiteres Schild noch einmal daran, wie gefährlich diese Arbeitsplätze sind. Die Türen öffnen sich, wir steigen ein, weitere Mineure steigen zu, sie haben ihre Schicht beendet, sehen erschöpft aus und schweigen. Der Aufzug zieht an, Wind bläst uns durchs Gesicht, wir merken nun, da wir gegen das Wetter, also die eingeblasene Luft fahren, wie schnell wir durch den 800m Schacht nach oben rasen.

Aussteigen und wieder die Sicherheitsschleuse durchschreiten. Gerade kommt die Grubenbahn durch den Zugangsstollen – mit an Bord eine Gruppe Besucher, die aber nur bis zum Schachtkopf dürfen. Wir schätzen uns glücklich, dass wir viel mehr erleben durften und rattern unter ohrenbetäubendem Quietschen durch den Zugangsstollen wieder ans Tageslicht, wo uns bei Kaiserwetter die malerische Bergwelt des Kantons Graubünden empfängt.

 

 

EU plant die Wiederzulassung von Glyphosat

Die EU plant die Wiederzulassung von Glyphosat

 

Glyphosat Info – kompakt:

  • Glyphosat ist das weltweit und in Deutschland am meisten verwendete Pflanzengift. 40% der deutschen Ackerfläche werden damit besprüht.
  • Lt. WHO ist Glyphosat höchtswahrscheinlich krebserregend.
  • Das Zulassungsverfahren ist auf die Bedürfnisse der Industrie zugeschnitten und nicht auf die Bedürfnisse von Mensch und Natur.
  • Die große Mehrheit der Deutschen ist für ein Verbot. Bei über 70% kann es im Urin nachgewiesen werden.
  • Deutsche Behörden lassen die nötige kritische Distanz zur chemischen Industrie (drittgrößter Industriezweig) vermissen.
  • Glyphosat muss sofort verboten werden.

 

Jetzt sofort protestieren…

…sonst drohen 15 weitere Jahre Glyphosat in unserem Essen

Im Juni 2016 läuft die EU-weite Genehmigung für das Pestizid Glyphosat aus. Bei einer Probeabstimmung bei der EU Anfang März kamen nicht genügend Stimmen für die Wiederzulassung für weitere 15 Jahre zusammen. Deshalb hat die EU-Kommission die Entscheidung auf den 18./19. Mai vertagt. Dabei spielt Deutschland das Zünglein an der Waage.

Die durchgesickerte neue Beschlussvorlage der EU-Kommission enthält nur zwei minimale Änderungen gegenüber der am Anfang März bei den Mitgliedstaaten durchgefallenen Vorlage:

Glyphosat soll statt 15 nur noch 10 Jahre zugelassen werden. Mitgliedstaaten sollen besonders auf die Risiken für die biologische Vielfalt von an Land lebenden Wirbeltieren wie Säugern und Vögeln, sowie wirbellosen Tieren wie Insekten und Würmern „achten“.  Damit werden die Mitgliedstaaten nicht verpflichtet, irgendetwas zur Rettung der biologischen Vielfalt zu tun. Der Glyphosat-Einsatz könnte so weiter gehen wie bisher.

 

Hier können auch Sie protestieren:

 

Protestieren Sie direkt bei Ihren Europa-Abgeordneten:

 

 

 

Biohonigzubereitungen – die NEUE Kreation aus Honig und Gewürzen

Von einer tollen Idee, Bienen, einem Imker und viel BürokratieEin honigsüßes Märchen von Ralph Munz (www.oasis-versand.de) und dem echten Leben

Von einer tollen Idee, Bienen, einem Imker und viel Bürokratie

ein Traum und ein Alptraum – eine Idee macht süße Karriere – oder warum nicht jeder Bio-Honig „Honig“ heißen darf.

Es waren einmal ein Bütentau-Imker und ein Teehändler vom OASIS-Versand. Die wollten etwas ganz besonders Gutes und Einmaliges erschaffen. Es sagte der Imker: „Ich kenne fast jede meiner Bienen und jede bringt mir wunderbaren Honig heim und ist wirklich bienenfleißig. Und der Honig erst, der ist einfach wunderbar: süß, würzig, einfach Natur pur. Und ich als Imker arbeite selbstverständlich nach den strengen Richtlinien des BIOLAND-Verbandes.“

Es sagte der Teehändler, der sich seit 30 Jahren mit all seinen geschulten Sinnen für Biotee und andere Biofeinkost mit höchstem Wohlgeschmack einsetzt: „Ich verwende seit fast drei Jahrzehnten nur die besten Bio-Zutaten für all die köstlichen Dinge, die ich kreiere, und die so die Natur und die Mensch schützen und erfreuen.“

Als sich nun der Bio-Teehändler (Ralph Munz, OASIS-Versand) und der BIOLAND-Imker (Daniel Weigel, Imkerei Blütentau) im Frühjahr A.D. 2015 zusammensetzten, da sponnen sie verrückte Ideen. Wie könnte man ein so perfektes Produkt der Natur, wie es Blütenhonig ist, noch spannender, noch aufregender machen?

Viele Stunden, Wochen und Monate gingen ins Land, viele Ideen wurden diskutiert, viele Experimente gemacht, bis nach langer, bienenfleißiger Arbeit, ganz neue Produkte entstanden sind. Honige, die mit raffiniert komponierten Bio-Gewürzen und ätherischen Ölen vermischt sind und einen echten Thriller im Gaumenkino aufführen. Ganz egal ob im OASIS-Bio-Tee oder als genialer Brotaufstrich.

Nun galt es nur noch, diesen Neuschöpfungen auch einen schönen Namen zu geben. Der Imker und der Teehändler dachten, das ist doch ganz einfach, wir nennen es, so wie es ist: „Honig mit Gewürzen oder Honig mit Zitronenöl.“

Da hatten die beiden aber die Rechnung ohne die deutsche Honigverordnung und auch ohne die Lebensmittelkennzeichnungsverordnung aus Brüssel gemacht. „Nein, so geht das nicht“ skandierte der Schlossherr (Sachverständige) der zuständigen Behörde aus Freiburg. Honig darf nur Honig heißen, in dem nichts anderes als Honig drin ist.

Da müssen wir uns halt flugs etwas anderes einfallen lassen, waren sich Imker und Teehändler einig. Dann nennen wir es halt: „Gewürze in Honig“.

„Ja, beschied der Schlossherr von der zuständigen Behörde aus Freiburg, so geht das jetzt auch nicht mehr. Bis vor kurzem hätte ich das ja erlaubt, aber jetzt habe ich es mir mit einigen anderen Schlossherren (Kollegen) anders überlegt und jetzt geht das auch nicht mehr.“

Nun war guter Rat teuer und der Teehändler und der Imker waren sehr betrübt. Weil beide aber aufmüpfige, pfiffige  Untertanen sind, ist ihnen doch noch etwas eingefallen: „Dann nennen wir es halt „Honigzubereitung mit Masala, Honigzubereitung mit Gewürzmischung Nascherle und Honigzubereitung mit Zitronenöl“!  Und endlich hörten sie nichts mehr vom Schlossherrn aus Freiburg.

Nur fragen sich Ralph Munz und Daniel Weigel jetzt, wem das alles nützt und vor allem, ob die Schleckermäuler (Verbraucher) nun wirklich genauer Bescheid wissen, was sie kaufen dürfen?

Egal: Nomen est omen, Name ist Schall und Rauch – Hauptsache unseren Schleckermäulern schmeckt das, was die Bienen, der Imker und der Teehändler perfektioniert und die Bürokraten umbenannt haben.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann mischen sie noch heute! Und die Bürokraten bürokraten auch noch weiter.

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PS: Schauen Sie doch gleich mal beim OASIS-Versand im OASIS-Shop nach, ob es die leckeren Bio-Honigzubereitungen für Schleckermäuler und die passenden OASIS-BioTees noch gibt, oder ob schon alles weggeschleckt ist.

 

 

Der aktuelle SWR-Film über Dr. Matthias Baumann

Der Nepal-Freund – ein Arzt hilft SherpasNehmen Sie sich etwas Zeit für den aktuellen Film über Dr. Matthias Baumann, welcher am 17.08.2015 im SWR-Fernsehen ausgestrahlt wurde…

 

 

Bio-Genuss-Markt auf dem Rose-Hof in Hayingen
Ihr OASIS-Versand ist mit dabei!

Bio-Genuss-Markt auf dem Rose-Hof in HayingenNoch größer und noch opulenter präsentiert sich der Bio-Genuss-Markt auf dem Rose-Hof. Ökologisch korrekt angebautes Gemüse, Räucherfische, Dinkelnudeln, Tee und diverse Wohlfühl-Artikel von regionalen Anbietern plus Köstlichkeiten aus der renommierten Rose-Küche der Familie Tress machen Lust auf mehr.

Erleben Sie die Kochshow „Taste the waste“ mit Bio-Spitzenkoch Simon Tress zum Weiterdenken am Sonntagnachmittag und zum stimmigen Finale das spannende Podiumsgespräch und Kino mit Dokumentarfilmer und Welt-Ernährungsexperten Valentin Thurn.

Weitere Infos auch unter:
http://www.tress-gastronomie.de/aktuelles/sommerfest-rose/

 

WHO Studie des Krebsforschungsagentur IARC
bestätigt: Krebsgefährdung durch Glyphosat

 

Über 700.000 Tonnen Glyphosat werden pro Jahr versprüht. In Deutschland werden 6.000 Tonnen ausgebracht, wobei rund 39 Prozent aller Ackerflächen behandelt werden. Auch im Hobbygarten und auf öffentlichen Wegen wird das Gift gerne gespritzt, um sich das Hacken des Unkrauts zu ersparen. Neben den direkten toxischen Effekten gefährdet die Wirkung als Breitbandherbizid auch zahlreiche andere Organismen, durch die Vernichtung der Wildkrautflora gehen Nahrungsquellen und Lebensräume verloren.

Gerade wurde die von der Weltgesundheitsorganisation WHO bei der internationalen Krebsforschungs-agentur IARC in Auftrag gegebene Studie zu Glyphosat veröffentlicht und bestätigt die Krebsgefährdung durch das Pestizid.

Das Bundesinstitut für Risikobwertung (BfR) ist federführend verantwortlich für die anstehende Neuzulassung von Glyphosat die es möglichst zu verhindern gilt.

Wir schließen uns deshalb dem Aufruf von Campact an:
https://www.campact.de/glyphosat/aerzte-appell/empfehlen-2

Wenn Sie selbst Arzt oder Ärztin sind, dann schließen Sie sich bitte durch Unterzeichnen des Appells an das BfR und die zuständigen Bundesminister an. Falls Sie nicht Arzt sind, dann leiten Sie den Aufruf bitte an Ihnen bekannte Ärzte mit der Bitte um Unterzeichnung weiter.

Oder teilen Sie Ihren Bundestagsabgeordneten mit, was Sie über Glyphosat und die massenhafte Ausbringung denken. Hier finden Sie Ihre Abgeordneten: http://www.bundestag.de/abgeordnete

Wir alle haben nur diese eine Welt und eine Natur die uns ernährt. Diese müssen wir schützen, wenn wir gute und sichere Nahrungsmittel wollen. Bionanbau braucht kein Glyphosat und darf es auch nicht benutzen.

 

Ralph Munz

Geschäftsführer OASIS-Versand

 

Übrigens: So manche Pflanze wurde nur deshalb gentechnisch verändert um resistent gegen den Masseneinsatz von Glyphosat zu werden. Wenn Glyphosat also verboten würde, dann macht auch der Anbau dieser gentechnisch veränderten Pflanzen keinen wirtschaftlichen Sinn mehr.

 

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