Rooibos – das flüssige Gold Südafrikas

Rooibos - das flüssige Gold Südafrikas

 

Rooibos – der Name leitet sich aus den Afrikaans-Wörtern rooi für rot und bos für Busch ab. Gelegentlich wird er auch Buschmanntee genannt, was darauf verweist, dass schon die Ureinwohner, die Khoi und die San, den Strauch als Tee genutzt haben. Der teilweise auch gebräuchliche Begriff „Massai-Tee“ ist aus unserer Sicht ziemlicher Unfug, denn die Massai leben in Kenia – das ist ungefähr 5.000km entfernt – und haben mit Rooibos nichts am Hut.

Rooibos gedeiht weltweit ausschließlich im Gebiet der Zederberge, etwa 200 km nördlich von Kapstadt, rund um die Städte Clanwilliam und Citrusdal. Die Farmer säen im Februar und März aus und pflanzen im Juli die Keimlinge in die Plantagen. Zur Ernte muss ein Strauch etwa 12 bis 18 Monate alt sein. Die Sträucher werden einmal im Jahr von Dezember bis April abgeerntet.

Seit über drei Jahren hat es in dem Gebiet so gut wie nicht geregnet, weshalb viele Rooibospflanzen kümmern und nur noch ganz wenig Ertrag bringen. In den letzten Jahren konnten höchstens noch 30% der üblichen Mengen geerntet werden. Für die kommende Ernte sieht es derzeit auch nicht besser aus.

 

Überwiegend wird dabei von Hand mit der Sichel geerntet (siehe unser Video). Die abgeschnittenen Zweige werden gebündelt und zur Sammelstelle gebracht. Das Erntegut wird dann fein geschnitten und angequetscht, um die Fermentation in Gang zu setzen, die zur typischen Farbe und zum Geschmack des Rooibos-Tees führt.

Die geschnittenen und gequetschten Zweigstücke werden mit Wasser befeuchtet. Die feuchte Masse durchläuft für 8 bis 24 Stunden eine durch das warme Klima begünstigte Fermentation. Bei diesem Prozess, der auch als Oxidation bezeichnet werden könnte, werden Inhaltsstoffe zum Teil zersetzt, zum Teil verändert. Nach dem Wässern und Lüften wird der Tee in Haufen gelagert, und dabei erhält er seine typische rötlich-braune Farbe und sein süßes, fruchtiges Aroma. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, wird der Tee auf großen Flächen zum Trocknen in der Sonne ausgebreitet.

Danach erfolgt eine Sortierung des Tees nach Länge, Farbe und Geschmack. Um den Rooibos hygienisch einwandfrei zu machen, wird er vor dem Verpacken bei Frans noch mit Dampf sterilisiert.

Zum Abschluss wird der Rooibostee in Säcke verpackt, in welchen er dann in Seecontainern zu uns kommt.

 

Die Kapstadter Wissenschaftspublizistin Leonie Joubert dokumentierte unnlängst auch, dass wegen der Klimaerwärmung die mittlere Nutzungsdauer der Rooibospflanzen von zwölf auf fünf Jahre zurückgegangen ist. Alles Dinge, die uns und natürlich auch den südafrikanischen Freunden große Sorgen bereiten, und uns um dieses tolle Getränk und die Anbauer, die Arbeiter und deren Familien bangen lassen.

 

Rooibos enthält eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, die das menschliche Wohlbefinden fördern, aber kein Koffein, sodass man ihn zu jeder Tageszeit genussvoll trinken kann.

 

Schauen Sie auch das Video in unseren YouTube-Channel an! Dr. Frans van der Westhuizen erklärt die Rooibos-Ernte.

 

 

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